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Pizzastein – fĂŒr knusprige Pizza aus dem Backofen

Pizzastein Eine klassisch italienische Pizza gelingt am besten im Steinofen. Mit dem eigenen Backofen sind die Ergebnisse eher ernĂŒchternd. Am Rand scheint sie knusprig und in der Mitte noch recht weich und feucht. Grund dafĂŒr ist die zu geringe Temperatur und die lĂ€ngere Backzeit. Abhilfe schafft zu Hause ein Pizzastein. Unser Ratgeber zeigt dir verschiedene Modelle, ihre Vorteile und gibt dir Tipps zur Anwendung. So gelingt jede Pizza.
Besonderheiten
  • funktioniert wie ein Steinofen
  • schnellere Backzeit
  • einfache Anwendung
  • vielseitig einsetzbar

Pizzasteine Test & Vergleich 2019

Top-Themen: Test 2019, Reinigen, Top 4

Pizza gehört zu den Klassikern der italienischen KĂŒche und bietet eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen und BelĂ€gen. Ob als einfache Salamipizza oder mit MeeresfrĂŒchten – der optimale Genuss ist nur bei richtiger Zubereitung gegeben. Bei deinem Lieblingsitaliener um die Ecke werden die leckeren Teigwaren vermutlich in einem Steinofen und bei sehr hoher Temperatur gebacken. In wenigen Minuten bekommst du ein knuspriges Ergebnis serviert. Dein eigener Backofen bietet dir diese Möglichkeit nicht. Die Temperatur reicht einfach nicht aus und ein einfaches Backblech ist auch nicht gerade optimal als Untergrund. Wer trotzdem gerne Pizza zubereitet und sie selbst belegt, sollte ĂŒber einen Pizzatsein fĂŒr den Backofen nachdenken. Das Ergebnis ist ein saftiger Belag bei knusprigem Boden: genau so muss Pizza sein. In den folgenden Abschnitten wollen wir mehr auf die HintergrĂŒnde, die Beschaffenheit und die verschiedenen Vorteile am Pizzastein eingehen.

Pizza aus dem Backofen: Boden zu weich, Belag verbrannt

Ob TiefkĂŒhlpizza oder selbst gemachter Teig – das Ergebnis aus dem eigenen Backofen ist fast immer Ă€hnlich. Am Rand scheint der Boden noch knusprig und lecker. Zur Mitte hin wird er immer weicher. Wer die Temperatur einfach nach oben dreht, muss mit einem verbrannten Belag rechnen. Idealerweise gehört eine Pizza etwa 3 – 5 Minuten bei einer möglichst hohen Temperatur von 400 – 500 Grad in den Ofen. Das sind Werte, die du mit deinem herkömmlichen Backofen nie erreichen kannst. Üblicherweise sind Temperaturen bis 250 °C möglich. Dadurch verlĂ€ngert sich die Backzeit fĂŒr einen knusprigen Boden und die BelĂ€ge verbrennen aber schon teilweise. Der leckere Geschmack deiner Zutaten geht verloren.

Ebenso ein Nachteil: auf dem Backblech bildet sich sehr schnell Schwitzwasser. Das Blech nimmt keine Feuchtigkeit auf, wodurch diese im Pizzateig bleibt. Die Pizza weicht also selbst beim Backen auf und kann gar nicht mehr knusprig werden.

Der Pizzastein – Aufbau und Funktionsweise

Traditionell verwendet die italienische KĂŒche einen Pizzaofen oder Steinofen mit einem eigenen Feuer im Backraum. Nur so lassen sich die enorm hohen Temperaturen erreichen und ĂŒber einen gewissen Zeitraum halten. Moderne Varianten werden mit Gas oder Strom betrieben und die Böden sind mit Schamottsteinen ausgekleidet. FĂŒr den Heimgebrauch lohnt sich ein solch professionelles GerĂ€t natĂŒrlich nicht. Viel einfacher und mit einem ebenso leckeren Ergebnis lockt der Pizzastein. Auch er besteht aus einem besonderen Naturstein, der zum einen die WĂ€rme speichert und zum andere Feuchtigkeit aufnimmt.

Durch ein langes Vorheizen des Backofens nimmt der Pizzastein die WĂ€rme auf und gibt sie anschließend gleichmĂ€ĂŸig ab. Dadurch reduziert sich die eigentliche Backzeit der Pizza auf ca. 3 – 5 Minuten statt vorher 10 Minuten. Die Zutaten und ihre Aromen bleiben viel besser erhalten und der Boden wird gleichmĂ€ĂŸig erhitzt. Das knusprige Ergebnis reicht bis in die Mitte der Pizza. Außerdem entsteht kein Schwitzwasser. ÜberschĂŒssige Feuchtigkeit beim Garprozess geht in den Pizzastein ĂŒber und der Boden behĂ€lt seine krosse HĂŒlle.

Die Materialien – Schamotte, Speckstein und Co.

Pizzasteine unterscheiden sich weniger in ihrer Anwendung, sondern vielmehr in ihrem Material, der GrĂ¶ĂŸe und der Form. Dabei darf nicht jedes Material auch in jedem Backofen verwendet werden. Außerdem bringen sie unterschiedliche Eigenschaften mit sich, die du genau mit deinen AnsprĂŒchen abstimmen kannst. Die wichtigste Eigenschaften sind HitzebestĂ€ndigkeit und Lebensmittelechtheit. Schließlich liegt der Teig direkt auf dem Stein und darf keine Stoffe des Materials annehmen. Anbei wollen wir dir die einzelnen Materialien kurz erklĂ€ren:

  • Pizzastein aus Schamotte: Die wohl gĂ€ngigste Variante ist der Pizzastein aus Schamotte. Das Material besteht aus Quarzsand, ist feuerfest und wird sogar in den traditionellen Pizzaöfen als Unterlage verwendet. Es zeichnet sich durch eine enorme WĂ€rmespeicherung aus, wobei die WĂ€rme langsam und gleichmĂ€ĂŸig abgeben wird. Du kannst also mehrere Pizzen hintereinander auf einem Stein backen. DarĂŒber hinaus ist Schamotte ein Naturstein und hygienisch unbedenklich. Die offenen Poren nehmen Schwitzwasser und Feuchtigkeit sehr gut auf fĂŒr einen knusprigen Boden. Das Material ist fĂŒr jeden Backofen und sogar fĂŒr den Grill geeignet. Nur bei zu starker und ungleichmĂ€ĂŸiger Hitze kann es zu einem Materialbruch kommen.
  • Pizzastein aus Speckstein: Specksteine sind ein sehr weiches und dennoch feuerfestes Material. Sie speichern die WĂ€rme sehr lange und sind vor allem bei Ofensetzern bekannt. Allerdings können auf der OberflĂ€che mit der Zeit Fettflecken zu sehen sein und bei der Reinigung ist Vorsicht geboten. Die weiche OberflĂ€che ist schnell beschĂ€digt.
  • Pizzastein aus Cordierit: Das Material Cordierit zeigt sich deutlich robuster und bricht nicht so schnell wie Schamotte. Selbst unterschiedliche WĂ€rmeausdehnung ist fĂŒr diese Pizzasteine kein Problem. Daher werden sie gern auf dem Grill verwendet. Du hast die Wahl zwischen einer glasierten und nicht-glasierten OberflĂ€che, wobei sich die glasierte Variante deutlich besser sauber halten lĂ€sst.
  • Pizzastein aus Keramik: Keramik ĂŒberzeugt mit einem schnellen Aufheizen und reduziert damit die lange Wartezeit auf die Pizza. DafĂŒr kĂŒhlen die Steine aber viel schneller aus im Vergleich zur Schamotte. FĂŒr einzelne Gerichte ideal, aber fĂŒr mehrere Pizzen hintereinander nicht geeignet. Vom Gewicht sind Pizzasteine aus Keramik dafĂŒr deutlich leichter.
Tipp: Viele Kunden setzen hauptsĂ€chlich auf Pizzasteine aus Schamotte. Der Steinofengeschmack lĂ€sst sich am besten mit dieser Unterlage erreichen. DafĂŒr musst du eine lĂ€ngere Zeit zum Vorheizen in Kauf nehmen.

Die richtige GrĂ¶ĂŸe – rund oder eckig

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Pizzasteins ist die GrĂ¶ĂŸe. Soll es sich lieber um einen runden Stein handeln oder bevorzugst du eine eckige Form? GrundsĂ€tzlich gibt es die Modelle nĂ€mlich in vielen verschiedenen Abmessungen. ZunĂ€chst solltest du die Maße von deinem Backofen oder Grill kennen, um die selbst einen Rahmen vorzugeben. Anschließend entscheidest du welche GrĂ¶ĂŸe oder welcher Durchmesser fĂŒr dich am sinnvollsten ist. Viele Kunden schwören hier auf 35 cm im Durchmesser beziehungsweise in der Breite.

FĂŒr eine reine Verwendung im Backofen eignen sich eher die eckigen Modelle. Sie bieten dir eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che und nutzen den verfĂŒgbaren Platz besser aus. Sowohl runde als auch eckige Pizzen gelingen auf dieser Form und du stellst mehrere Portionen gleichzeitig her, beispielsweise mit einer eckigen Pizza fĂŒr deinen Besuch. Seitlich benötigt das Modell aber noch ausreichend Platz im Backofen und darf nicht auf einem Backblech aufliegen. Der Pizzastein ist immer auf einem Rost zu verwenden und muss von allen Seiten gut erhitzt werden können.

FĂŒr die ideale Pizza vom Grill sind eher die runden Steine beliebt. Du passt den Teig dann nur noch im Durchmesser an und legst ihn gemeinsam mit dem Stein auf einen Kugelgrill. NatĂŒrlich muss die GrĂ¶ĂŸe so ausfallen, dass du am Rand noch etwa 3 cm Platz hast. Andernfalls entsteht ein Hitzestau.

Wichtige Grundregel: Je dicker der Pizzastein, desto lĂ€nger speichert er die WĂ€rme. FĂŒr den heimischen Gebrauch reicht eine Dicke von 1,5 – 3 cm aus. Wer mehr Pizzen hintereinander backen will, sollte sich fĂŒr die 3 cm entscheiden.

Oder soll es noch eine Nummer GrĂ¶ĂŸer sein? Dann ist der XXL Pizzastein wohl eher etwas fĂŒr dich. NatĂŒrlich sind auch hier die Maße begrenzt und die Modelle passen nicht in jeden gĂ€ngigen Backofen. Sie werden hĂ€ufig auf einem großen Gasgrill verwendet und sind etwas 45 x 34 cm groß. NatĂŒrlich musst du hier aber mit einem höheren Gewicht rechnen.

Ein Beispiel fĂŒr Pizza von Grill bekommst du in diesem Video von Chefkoch.de zu sehen. Dabei geht Koch Marc sogar auf die Handhabung ein und gibt hilfreiche Tipps:

FĂŒr wen eignet sich ein Pizzastein? – Modelle ab 30 Euro

NatĂŒrlich eignet sich ein Pizzastein in deinem Haushalt nur, wenn du auch Pizza backen möchtest und das Modell öfter im Einsatz haben wirst. Der Stein erzielt die gleichen Ergebnisse wie ein Pizzaofen, ist aber deutlich kompakter und gĂŒnstiger im Preis. Echte Steinöfen oder Pizzaöfen lohnen sich nur in der Gastronomie. Die einzelnen Steine sind bereits ab etwa 30 Euro zu haben, Tendenz steigend. Je nach Material, GrĂ¶ĂŸe und Dicke des Steins steigt der Preis natĂŒrlich an. FĂŒr durchschnittlich 50 Euro solltest du aber ein Modell finden, das genau zu deinen AnsprĂŒchen passt.

Bestenfalls gibt es den Pizzastein direkt im Set mit einem Pizzaschieber. Dieser hilft dir nĂ€mlich bei der Handhabung. Schließlich muss die Pizza unversehrt auf dem Stein langen und spĂ€ter auch problemlos wieder runter gehoben werden, ohne dich selbst dabei zu verbrennen. Manche Modelle werden auch als Pizzaschaufel bezeichnet. Sie bestehen aus naturbelassenem Holz und besitzen einen etwas lĂ€ngeren Griff. Es empfiehlt sich, den Schieber vorher mit etwas Mehl zu bestĂ€uben. So bleibt der Teig nicht am Holz kleben. Ein weiteres sinnvolles Zubehör ist der Pizzaschneider. Mit ihm bekommst du problemlos gleichgroße StĂŒcke durch den krossen Teig geschnitten. Der kleine KĂŒchenhelfer ist auch als Pizzaroller bekannt und geht selbst beim Zerschneiden schonend mit dem leckeren Belag um.

Die Vor- und Nachteile am Pizzastein

VorteileNachteile
  • GleichmĂ€ĂŸige Temperaturabgabe
  • kurze Backzeit
  • einfache Handhabung
  • Belag bleibt saftig
  • Boden wird knusprig
  • vielseitig einsetzbar
  • Langes Vorheizen
  • reichen oft nur fĂŒr eine Pizza

Einsatzbereich und Anwendung – Pizzastein richtig vorheizen

Die Handhabung eines Pizzasteins ist relativ einfach und sollte selbst fĂŒr AnfĂ€nger kein Problem darstellen. In einzelnen Schritten wollen wir dir die Verwendung nun nĂ€her erlĂ€utern:

  • Schritt 1 – Vorheizen: Wichtige Regel hierbei – der Stein darf niemals vorher eingefettet werden. Du legst ihn einfach natĂŒrlich belassen in den Backofen und musst diesen zunĂ€chst vorheizen. Erst mit der richtigen Temperatur bleibt die Pizza nicht am Stein kleben und backt zu einem knusprigen Ergebnis. Das Aufheizen dauert in der Regel 30 – 40 Minuten. Bei dickeren Steinplatten sogar noch lĂ€nger. Diese Zeit ist bei der Vorbereitung unbedingt einzuplanen und muss auch eingehalten werden. Am besten richtest du dich in Sachen Maximaltemperatur und Dauer nach der Bedienungsanleitung.
    Tipp: Lege nie einen kalten Pizzastein in einen bereits heißen Backofen. Viele Materialien, wie beispielsweise Schamotte, vertragen den Temperaturunterschied nicht und können zerspringen.
  • Schritt 2 – Pizza einlegen: Nach dem Vorheizen muss die Pizza auf den Stein aufgebracht werden. Am besten eigenen sich dafĂŒr Schaufeln oder Heber aus Holz, die speziell fĂŒr Pizza angefertigt wurden. Sie besitzen einen langen Griff und sind sehr dĂŒnn geformt. Alternativ kannst du die Pizza auf von einem StĂŒck Backpapier auf den Stein rutschen lassen. Das Backpapier musst du aber unbedingt wieder aus dem Ofen entfernen, da es sonst komplett verbrennt.
  • Schnitt 3 – Backzeit: FĂŒr nur eine Pizza schaltest du den Ofen nun einfach aus. Der Pizzastein hat dann nach dem Vorheizen genĂŒgend WĂ€rme aufgenommen. Willst du mehrere Pizzen backen, lĂ€sst du den Ofen eingeschaltet. Dadurch kĂŒhlt der Stein nicht aus. Die Zubereitungszeit richtet sich nach der Dicke des Steins und des Teiges. Folgende Richtwerte können wir dir mit auf den Weg geben:
Dicke des PizzasteinsBackzeit
1,5 cmca. 10 Min
2 cm8 – 9 Min
3 cm5 – 6 Min
4 cm4 – 5 Min
5 cm2 – 4 Min
  • Schnitt 4 – Pizza entnehmen: Eine perfekte Pizza erkennst du an einer angenehmen BrĂ€unung am Rand. Der Teig darf sogar kleine Blasen werfen und sollte niemals zu dick sein. Der Belag erscheint trotzdem noch saftig und frisch. Nimm die Pizza am besten wieder mit der Schaufel oder dem Pizzaheber aus dem Ofen und lass sie kurz auskĂŒhlen. Auch der Pizzastein muss erst im Ofen selbst abkĂŒhlen, bevor du ihn entnimmst. So verhinderst du Verbrennungen oder Risse im Material durch zu schnelles AbkĂŒhlen. In der Zeit genießt du natĂŒrlich das leckere Endergebnis.

Weitere Einsatzbereiche – Brot backen

Die Anschaffung eines Pizzasteins lohnt sich nicht nur fĂŒr die Zubereitung leckerer Pizza. Versuch es doch mal mit einem selbstgebackenen Brot. Auch hier ist die Hitze von unten wichtig, die direkt vom Stein ausgeht. Der Teig kann gut aufgehen und wird mit einer gleichmĂ€ĂŸigen WĂ€rmezufuhr versorgt. In Kombination mit der Oberhitze des Backofens wird die Brotkruste schön knusprig.

DarĂŒber hinaus ist der Pizzastein fĂŒr den Gasgrill geeignet und sinnvoller Begleiter auf der nĂ€chsten Grillparty. Vor allem die glasierten Modelle aus Cordierit eignen sich zum Grillen von Fleisch und GemĂŒse. Das Grillgut liegt dabei nicht auf dem Grillrost auf, sondern direkt auf dem Stein. Das ĂŒberschĂŒssige Fett tropft nicht in die Glut und das Fleisch bleibt zart und saftig. Außerdem handelt es sich um eine glatte OberflĂ€che, sodass auch keine kleineren Lebensmittel einfach durch den Rost fallen könnten.

Alternative Lösung: das Pizzablech

Eine gĂŒnstige Alternative zu den Steinen ist das Pizzablech. Es ist meist rund geformt und wurde speziell fĂŒr die Zubereitung der italienischen Köstlichkeit entworfen. Es gibt aber auch eckige Bleche, die sich leichter in den Backofen schieben lassen. Vom Material her bestehen sie aus Aluminium, Blaublech, Emaille oder sind mit Teflon beschichtet. Wichtiges Merkmal sind die Löcher im Boden. Somit gelangt die Temperatur auch von unten an die Pizza fĂŒr ein gleichmĂ€ĂŸiges ErwĂ€rmen. Ein Hitzestau oder Schwitzwasser wird vermieden und der Teig gelingt deutlich knuspriger als auf einem herkömmlichen Backblech. Geschmacklich können die Bleche aber lĂ€ngst nicht mit den Steinen mithalten.

Weitere Alternativen und den direkten Vergleich bekommst du in diesem Video-Experiment zu sehen. Wo gelingt die Pizza am besten?

Kaufkriterien fĂŒr Pizzasteine – Material und Dicke beachten

Pizzasteine ermöglichen dir ein leckeres Ergebnis, wie vom Italiener. Damit du fĂŒr deine AnsprĂŒche aber das richtige Modell findest, solltest du einige Eckpunkte beachten. Dazu gehört in erster Linie die Wahl des Materials und der GrĂ¶ĂŸe. Anbei wollen wir dir weitere Kriterien vorstellen, die beim Kauf eine Rolle spielen:

KriteriumHinweise
GrĂ¶ĂŸe / Form
  • Eckig, rund oder oval
  • ca. 35 cm im Durchmesser
  • auch XXL Pizzasteine möglich
  • rund eher fĂŒr Grill gedacht
  • eckig fĂŒr den Backofen geeignet
  • ca. 1,5 – 3 cm dick
Material
  • Am besten Naturstein
  • Schamotte sehr beliebt
  • vertrĂ€gt keine großen Temperaturschwankungen
  • Keramik hĂ€lt nicht lange warm
  • Cordierit natur oder glasiert
  • Speckstein sehr empfindlich
  • muss geschmacksneutral sein
  • hitzebestĂ€ndig bei ĂŒber 200 °C
Besonderheiten
  • Möglichst lange WĂ€rmespeicherung
  • lebensmittelecht
  • einfache Reinigung
  • offene Poren
  • nehmen Feuchtigkeit auf

Die wichtigsten Hersteller – Weber, Rösle, Vesuvo

Pizzasteine unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht wirklich. Dennoch sind es die Feinheiten, auf die du beim Kauf achten solltest. So bietet jeder Hersteller eine eigene Verarbeitung und setzt auf ganz bestimmte Materialien. Anbei stellen wir dir drei der beliebtesten Marken nÀher vor:

HerstellerBesonderheiten
Weber
  • Bekannt fĂŒr Grills und Zubehör
  • Ideal fĂŒr Gasgrill geeignet
  • mit Logo auf dem Pizzastein
  • runde Modelle
  • verschiedene GrĂ¶ĂŸen
  • passendes Alubackblech
Rösle
  • Material Schamotte
  • meist runde Formen
  • Dicke etwa 1,5 cm
  • mit Henkeln an der Seite
  • einfache handhabung
  • mit RezeptvorschlĂ€gen
Vesuvo
  • Rechteckige Formen
  • Steindicke etwa 1,5 cm
  • mit Pizzamehl und Pizzaheber
  • geringes Gewicht
  • Material: Cordierit
  • absorbiert Feuchtigkeit
  • Kooperation mit Jamie Oliver

Besonders gĂŒnstige Produkte sind immer wieder bei den Angeboten der Discounter zu finden, beispielsweise bei Lidl oder Aldi. Daneben findest du die Modelle auf bekannten OnlinemarktplĂ€tzen, wie Amazon, und kannst sie direkt im Preis vergleichen. Hierbei spielen aber nicht nur die genannten Marken eine wichtige Rolle. Es gibt noch weitere Hersteller, die sowohl in der professionellen KĂŒche als auch bei passionierten Hobbyköchen zu finden sind. Finde heraus, welches Modell in Sachen Handhabung und Beschaffenheit am besten zu dir passt. Weitere Marken sind:

  • Rommelsbacher
  • Pimotti
  • Fornini
  • Cucina du Modena
  • AEG
  • Miele
  • Leifheit
  • Neff
  • Relaxdays

Die 4 beliebtesten Pizzasteine

Vesuvo Pizzastein 38 x 30 cm

( Rezensionen)
Vesuvo Pizzastein 38 x 30 cm

Besonderheiten

  • Gewicht: 3 kg
  • GrĂ¶ĂŸe: 38 x 30 cm
  • inkl Pizzaschaufel
  • mit Anleitung
  • Material: Cordierit
Dieser Stein ist sowohl fĂŒr den Backofen und den Grill geeignet. Er kommt mit einer eckigen Form und den Maßen von 38 x 30 cm. DafĂŒr misst er nur 1,5 cm in der Dicke. Das Modell ist also schnell aufgeheizt, verliert aber auch die WĂ€rme schneller wieder. Neben einer knusprigen Pizza stellst du Brot, Brötchen und dĂŒnne Flammkuchen her. Die Ecken und Kanten sind leicht abgerundet. Vom Material her besteht das Modell aus lebensmittelechtem Cordierit und hĂ€lt Temperaturen bis zu 1000 °C aus. Passend dazu gibt es eine Pizzaschaufel fĂŒr das leichte Entnehmen der Speisen. Außerdem wird die eine Mischung an Pizzamehl gleich mitgeliefert. Die Kunden sprechen hauptsĂ€chlich positive Empfehlungen fĂŒr dieses Produkt aus und berichten von einer langen Haltbarkeit.
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Pimotti Pizzastein aus Schamotte

( Rezensionen)
Pimotti Pizzastein aus Schamotte

Besonderheiten

  • Dicke: 3 cm
  • mit Pizzaschaufel
  • inkl Rezepte
  • Maße: 40 x 30 cm
  • naturbelassene OberflĂ€che
Dieser Pizzastein der Marke Pimotti ist aus natĂŒrlichem gebranntem Schamott hergestellt. Die OberflĂ€che ist lebensmittelecht und gibt keinen anderen Geschmack an die Pizza ab. Im Gegenteil: gerade durch das Material bekommst du das rauchige Aroma eines Pizzaofens. Die 3 cm StĂ€rke sorgen fĂŒr eine lange Hitze, wenn das Produkt einmal aufgewĂ€rmt wurde. Du kannst also gleich mehrere Pizzen hintereinander fertigen. Die OberflĂ€che zeigt sich glatt und ist von beiden Seiten benutzbar. Allein von der GrĂ¶ĂŸe her passt das Modell in jeden handelsĂŒblichen Backofen. Die Kanten sind leicht abgerundet und mit Hand nachbearbeitet. Diese hohe QualitĂ€t fĂ€llt auch den Kunden positiv ins Auge. Sie beschreiben außerdem eine einfache Handhabung und leckere Ergebnisse.
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Pizzastein Set mit Rezeptbuch

( Rezensionen)
Pizzastein Set mit Rezeptbuch

Besonderheiten

  • Maße: 38 x 30 cm
  • Dicke: 1,5 cm
  • mit Pizzaheber
  • geeignet fĂŒr Ofen und Grill
  • bis zu 900 °C
Mit diesem Pizzastein bekommst du einen knusprigen Boden selbst im Ofen oder auf dem Grill. Der Stein speichert die WĂ€rme und hĂ€lt Temperaturen bis zu 900 °C ab. Dabei eignet er sich nicht nur fĂŒr Pizza. Auch Flammkuchen, Brot und andere Köstlichkeiten gelingen bei einer einfachen Handhabung. Es handelt sich um einen Naturstein aus Cordierit, der sich schnell aufheizt und die WĂ€rme lange speichert. Als Set bekommst du hier aber nicht nur den Stein, sondern auch einen Pizzaheber aus Holz und ein Buch mit 15 verschiedenen Rezepten. So kannst du direkt mit dem Kochen beginnen. Viele Kunden nutzen das Produkt aufgrund seiner innovativen Verpackung auch gern als Geschenk.
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Pizzastein von Hans Grill

( Rezensionen)
Pizzastein von Hans Grill

Besonderheiten

  • Maße: 38 x 30 cm
  • mit Pizzabrett
  • fĂŒr Backöfen und Grill
  • eckige Form
  • Dicke: 1,5 cm
In diesem Set bekommst du nicht nur einen Pizzastein. Auch der Pizzaheber, eine Anleitung und ein Rezept fĂŒr die erste Pizza sind in der Box enthalten. Der Artikel eignet sich fĂŒr den Backofen und Grill gleichermaßen. Durch seine eckige Form und eine GrĂ¶ĂŸe von 38 x 30 cm lĂ€sst sich der Platz im Backofen ideal ausnutzen. Die Dicke von 1,5 cm sorgt fĂŒr ein schnelles Aufheizen und bietet trotzdem eine lange WĂ€rmespeicherung. Der Pizzaheber ist mit einem langen Holzgriff entworfen und ermöglicht dir einen sicheren Halt. Außerdem schĂŒtzt du deine HĂ€nde vor Verbrennungen. Die Kunden beschreiben eine hochwertige Verarbeitung und vor allem ein gutes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis.
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Erfahrungen – Reinigen & Pflegen

Vor dem ersten Gebrauch ist der Pizzastein kurz zu reinigen. So entfernst du sĂ€mtliche RĂŒckstĂ€nde von der Herstellung und der Verpackung. Es genĂŒgt dabei, die OberflĂ€che mit klarem Wasser und einem feuchten Tuch abzureiben. Dabei muss das Tuch nicht sonderlich nass sein. Wichtig ist nur, dass du fĂŒr diese Reinigung kein SpĂŒlmittel verwendest. Nach dem kompletten Abtrocknen geht es an den ersten Durchlauf im Ofen oder auf dem Grill.

Der Pizzastein ist so konzipiert, dass dir der Teig nicht anbrennt und auch nicht am Material haften bleibt. Voraussetzung dafĂŒr ist aber ein ordentliches Vorheizen. Eine einfache Pflege beginnt also mit der richtigen Verwendung des Steins. In der Gebrauchsanleitung des jeweiligen Modells steht genau drin, bei welcher Temperatur und mit welcher Einstellung der Stein vorgeheizt werden muss. Ist die OberflĂ€che heiß genug, backt der Pizzateig sehr schnell aus und bildet eine Kruste. Diese ist dann nicht mehr mit dem Stein verbunden und sorgt spĂ€ter fĂŒr ein einfaches Ablösen.

Nach dem Gebrauch muss der Stein wieder komplett auskĂŒhlen. Sind die Temperaturunterschiede noch zu groß und du gibst ihn einfach in kaltes Wasser, springt das Material. Am besten reibst du die OberflĂ€che wieder mit einem feuchten Tuch oder einem SchwĂ€mmchen ab.

Trotzdem können Zutaten vom Belag auf den Stein fallen und anbrennen. Das bringt nicht nur eine enorme Rauchentwicklung im Backofen mit sich, sondern eine genaue Reinigung. Am besten entfernst du die Reste mit einer Schaber fĂŒr Cerankochfelder. Allerdings darf du nicht zu grob handeln, um die empfindliche OberflĂ€che nicht zu beschĂ€digen. Auch Holzschaber eignen sich, um die eingebrannte Reste zu lösen. Bei sehr hartnĂ€ckigen Verschmutzungen kannst du mit einem Edelstahl-Schwammm vorgehen oder die OberflĂ€che etwas mit feinem Sandpapier anrauen. Achte trotzdem darauf, dass du keine SchĂ€den hinterlĂ€sst und es sich immer noch um eine glatte und homogene OberflĂ€che handelt.

Rezept fĂŒr einfachen Pizzateig

Du kennst dich jetzt mit den verschiedenen Modellen der Pizzasteine aus und hast bereits eine Gebrauchsanleitung vorliegen. Dann fehlt eigentlich nur ein leckeres Rezept fĂŒr deine erstes Pizzabacken. Der Belag ist natĂŒrlich Geschmackssache. Aber den Teig stellst du einfach auf diese Weise her:

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizenmehl
  • 10 Gramm Hefe
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • etwas Zucker

Zubereitung:

Von den 250 ml Wasser nimmst du dir etwa 80 ml in einem Glas zur Seite und weichst die frische Hefe darin auf. Gib etwas Zucker hinzu. Danach vermengst du das Mehl und das Salz in einer großen SchĂŒssel, fĂŒgst die Hefe und das Olivenöl bei. Anschließend schĂŒttest du das restliche Wasser in die SchĂŒssel und beginnst mit dem Kneten.

Der Teig muss sich vom Rand der SchĂŒssel lösen können, wenn er fertig durchgeknetet ist. Profis verwenden hier eine Teigknetmaschine, aber das Ganze funktioniert auch mit der Hand. Anschließend deckst du die SchĂŒssel mit einem Geschirrtuch ab und lĂ€sst den Teig fĂŒr eine halbe Stunde gehen.

Jetzt stellst du beispielsweise schon den Pizzastein in den Ofen und heizt ihn vor. Dann können die anderen Zutaten geschnitten und vorbereitet werden. Nach der Ruhephase knetest du den Teig nochmals durch und lĂ€sst ihn eine weitere halbe Stunde ruhen. Anschließend teilst du die Masse in vier gleiche Teile fĂŒr etwa 4 gleichgroßen Pizzen. Der Belag ist Geschmackssache und individuell wĂ€hlbar.

Fazit – endlich knusprige Pizza

Der Pizzastein bietet dir gleich mehrere Vorteile gegenĂŒber einem einfachen Backblech. Das spezielle Material lĂ€sst sich auf eine hohe Temperatur bringen, nimmt die Feuchtigkeit auf und sorgt fĂŒr einen knusprigen Boden – perfekt, wie beim Italiener. Außerdem speichern die Steine die WĂ€rme, sodass du gleich mehrere Pizzen hintereinander backen kannst. Freue dich auf eine kĂŒrzere Backzeit und auf eine einfache Reinigung, wenn der Stein wieder komplett ausgekĂŒhlt ist. Da es sich um Natursteine handelt, bekommt deine Pizza ein ganz besonders Aroma. Aber auch Brot oder Flammkuchen gelingen ideal auf diesen KĂŒchenhelfern. Dabei sind die meisten Modelle fĂŒr den Backofen und den Grill geeignet. Wer also gerne Pizza isst und den krossen Boden liebt, sollte sich fĂŒr einen eigenen Pizzastein entscheiden.

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